Archiv für Oktober 2007

Vennene, Freunde, friends, amigos, amis…

Oktober 30, 2007

…hab ich vermissen gelernt hier in Norwegen. Nicht, dass ich hier nicht viele nette Leute kennen gelernt hab. Mit einigen sind auch Freundschaften entstanden. Mit vielen hab ich unendlich viel Spaß gehabt. Mit vielen hab ich schöne und unvergessliche Momente geteilt. Ich hab viel mit ihnen erlebt und viel gelernt. Sie kommen von der ganzen Welt und haben mir viel gezeigt. Ich hab viel über andere Kulturen gelernt, viele Gemeinsamkeiten mit Deutschland und genauso viele Unterschiede entdeckt, über die ich nicht selten gelacht, den Kopf geschüttelt oder einfach nur gestaunt hab. Aber trotz allem werden meine Freunde in Deutschland nie ersetzt. Weil sie was Besonderes sind, mir in schweren Zeiten immer ein Ohr geliehen haben, mit mir zusammen über meine Erlebnisse gelacht haben und mir gezeigt haben, wie viel sie wert sind. Kurz vor meine Abreise in 2 ½ Wochen, werd ich diesen Blog-Eintrag denjenigen widmen, die zu Hause geblieben sind und sich (hoffentlich) freuen, dass ich bald wieder unter euch weile ;) Die folgende Reihenfolge ist keine Rangfolge *lol*

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Post aus Deutschland :)

Barbara: Stell schon mal das Bier kalt – ich komm an nem Mittwoch heim, ich hoffe, du weißt was das für dich heisst ;) Du kannst für Donnerstag auch schon mal Plätze im C-Café reservieren. Ach ja, und ich hoffe du hast Memory geübt?!

Theresia: Auch wenn wir uns wahrscheinlich nicht gleich wieder sehen werden, wenn ich zurück bin, ich freu mich :) Und Hamburg würde sicher auch gern mal wieder Besuch von mir kriegen…Jan soll schon mal sein Norwegisch ein bisschen aufpolieren ;)

Steffi: Du könntest bald wieder mal Weißwürste aus Franken mitbringen, damit wir dann wieder ein zünftiges Weißwurstfrühstück machen können. Und der Masserberg-Besuch steht auch noch aus ;) Und mit mir schmeckt der Rotwein zum Frauenabend sowieso gleich viel besser…

Valeska: Heiz schon mal die Eva vor :) Norwegen vermisst dich.

Schrödi: Ich hoffe der Studenten-Stress hat dich nich schon ganz kirre gemacht. Sag mir Bescheid, wenn du wieder in Ilmenau bist. Ich hoffe das San Marco steht noch ;)

Jennifer: Auch wenn du es nicht lesen wirst, unsere Wette steht noch. Auch wenn ich mittlerweile selbst daran zweifle, dass ich sie gewinnen werde, ich bin natürlich kein Weichei und wir werden sehen, wer den meisten Eistee verdrückt ;) Auch wenn ich mittlerweile auf Grund der überirdischen Alkoholpreise ein bisschen aus der Übung bin.

Anna: Ich hoffe, du schaffst es bald nach Ilmenau zu kommen.

Tobi: Ich hoffe, du hast die Lage in Leipzig ausreichend ausgecheckt, wenn ich dich dann mal besuchen komme. Und zum Fasching wird die Leber ausgereizt…

Ailyn: Ich wünsch dir noch ein paar wunderschöne Monate in Austrailyn :) Genieß sie mit jeder Faser deines Körpers. Der Abschied wird noch schwer genug. Ich freu mich schon auf nen Kaffee im C-Café und ausgiebige Auslandsaufenthalt-Erfahrungen-Austausch-Gespräche mit dir.

Und ein ganz besonders lieber Gruß geht hier mit an mein Bübchen. Annett, ich freu mich unendlich auf dich. Auf das Lachen, das Feiern, das stundenlange quatschen. Der Abschied von dir war ganz besonders schwer, umso schöner wird jetzt bald das Wiedersehen. Wir werden wieder zu unseren Lieder singen und tanzen und einen auf uns trinken.

Als ich am 13. Mai aus Deutschland abgereist bin, war es schwer. Eine Mischung aus Angst, Neugierde, Aufregung und Trauer. Ich musste mein Leben in Deutschland zurück lassen, aber ich wusste immer, dass ich in einem halben Jahr wieder komme und fast alles wird noch genauso sein, wie ich es zurück gelassen habe. Genau das macht es mir aber auch jetzt schwer, Norwegen zu verlassen. Ich weiß mit Sicherheit, dass ich irgendwann wieder komme. Keine Ahnung wann oder wozu. Aber ich weiß nicht, ob ich all die lieben Leute, die ich hier kennen gelernt habe, jemals wieder sehen werde. Ich weiß, dass ich nich in 6 Monaten wieder hier leben werde. Wieder muss ich hier ein Leben aufgeben, was mir sehr viel Freude bereitet hat, mich in gewissen Dingen hat reifen lassen und um viele Erfahrungen reicher gemacht hat. Also geh ich wieder mit einem Gefühlsmischmasch…Freude auf zu Hause, auf Familie und Freunde und gleichzeitig ein Abschied von einem Land, in das ich mich verliebt habe und wieder Abschied von Freunden.

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Am Mittwoch muss ich aus meinem Zimmer ausgezogen sein. Ich hab heute schon die Putz- und Reinigungsinstruktionen bekommen. Vorhänge bitte waschen und bügeln (!)…ja is klar..ich wasch sie euch gerne, bügeln is nich. Und dann soll man auch noch spezielles Putzmittel kaufen…Hallo? Ne ne, ich nehm das was da is, man muss es ja nun nich übertreiben. Es hat sich viel viel Zeug hier angesammelt. Ich werd wohl ein Paket vorschicken müssen, alles krieg ich nich in mein Gepäck. Die restlichen Tage werd ich bei Julia schlafen und am Montag geht’s dann auch schon hoch in den Norden. Nochmal nen schönen Abschlussurlaub machen.

PS: Bergen bzw. Brann (der Name der Fußballmannschaft) is norwegischer Meister geworden. Die Bergenser sind halb am ausflippen. Das hat Brann seit 1964 (oder so) nich mehr geschafft…hier is die Hölle los…Und ich freu mich für sie, haben es wirklich verdient.

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Takk Brann – Danke Brann (dass ihr uns stolz gemacht habt ;) )

::::::Newsticker::::::

Oktober 21, 2007
  • „Annelie i Norge“ hat die 2.000-Leser-Marke geknackt…
  • Foto der Woche: Damentoilette mit zwei Kloschüsseln im „Studenten“

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So wird das Zu-Zweit-Auf’s-Klo-Gehen doch optimiert, oder???

„Und morgen besteigen wir den Løvstakken“ oder „Das Trinkverhalten der Norweger“

Oktober 21, 2007

Nein, nein…also zumindest besteigen wir den Løvstakken, einer der sieben Berge rund um Bergen, nich gleich morgen ;) Zur Erklärung: Meine drei Lieblingskolumbianer und ich ;) haben letztens ne 7-Stunden-Wanderung gemacht. Wir sind also vom Ulriken (mit 643m dem höchsten Berg um Bergen) über das Vidden-Byfjell zum Fløyen (dem Berg mit der schönen Aussichtsplattform) gelaufen. Das schöne Wetter, was wir die letzten Wochen ja noch hatten, musste unbedingt ausgenutzt werden. Ich hab dann einfach am Feitag festgelegt, dass wir das Samstags machen, sonst wird das ja hier nie was *gg* Juan hat noch zu mir gemeint: „Ja ja, weck mich einfach wenn du wach bist, dann wecken wir die anderen!“ Ok…das lass ich mir nich zweimal sagen. Samstag, früh um kurz vor 10 hab ich dann das erste Mal sachte bei Juan geklopft…keine Reaktion, also hab ich erstmal gefrühstückt und es dann um viertel 11 (für alle Nicht-Ossis unter meinen Lesern – viertel nach 10) noch mal versucht. Immer noch kein Lebenszeichen. Ich wollt aber auch nich wie ne Bekloppte da jetzt an die Tür hämmern. Was macht man da? Man holt sich jemanden, der das für einen erledigt. Also, hoch zu Diego. Diego, los wir wollten doch heut die Wanderung machen (er hat erstmal keinen vernünftigen englischen Satz rausgekriegt, weil er noch im Halbschlaf war, nur leider hab ich sein spanisches Gelaber nich verstanden :D ). Ach ja, und du musst jetzt mal Juan aufwecken. Ok, Diego hat das dann etwas uncharmanter gelöst und mal ordentlich gegen die Tür geschlagen ;) Juan wusste auch erstmal nich wo oben und unten is, wir haben das dann aber doch noch gepackt und Pilar aufgeweckt, die genauso aussah…ich hab mich natürlich gekringelt vor Lachen. Da haben sie erst alle den großen Mund und dann??? Na ja, ich wurde dann für den Rest des Tages dafür verflucht, dass ich sie alle geweckt hab und Juan und Diego wollen sich dafür auch irgendwann noch rächen…ja ja…Aber es war natürlich eine gute Entscheidung, die Tour Samstag zu machen, da es Sonntag nämlich geregnet hat. Auf den Ulriken sind wir dann aber doch erstmal mit dem Cable-Car hochgefahren, weil das sonst nochmal zu viel Zeit in Anspruch genommen hätte bis hoch zulaufen. Als wir dann auf ne Luftaufnahme von dem Gebiet geschaut haben und gesehen haben WAS wir für eine Strecke vor uns haben, nun ja…da ist uns dann schon was anders geworden ;)

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rechts der Ulriken, links der Fløyen

Aber, wir lassen uns ja nich beirren und sind frisch und munter losgelaufen. Dazu muss ich dann auch mal ein paar grundlegende Anmerkungen zum Wandern in Norwegen machen. In Deutschland hat man in 95% der Fälle gut ausgebaute Wanderwege, breit, geschottert und man sieht definitiv wo er langgeht. Auch gibt es an jeder Gabelung und auch zwischendurch leserliche Wegweiser mit expliziten Entfernungsangaben. In Norwegen hat man in 95% der Fälle NICHTS von alle dem. Der Weg ist kein Weg, sondern ein Trampelpfad über Steine, Felsen, durch Schlamm, durch Tümpel und durch Gras…manchmal hört er auch einfach auf. Manchmal muss man auch Klettern, sowohl rauf als auch runter. Wegweiser gibt es wenig und wenn dann ohne Kilometerangaben. Der einzige Anhaltspunkt, dass man sich nicht verlaufen hat, sind große rote Punkte auf den Steinen oder große Steinhaufen in großen Abständen, die die Wegmarkierungen sein sollen.

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Also, eine Wanderung in Norwegen ist um einiges anstrengender als eine Wanderung in Deutschland ;) Und obwohl der Ulriken nur 643m hoch ist, also knapp 200m kleiner als unser Kickelhahn in Ilmenau, auf dem in dieser Höhe noch dichter Waldbewuchs herrscht (gut, Kyrill hat ein wenig ausgedünnt), ist hier nichts mehr…kein Baum, kein Busch…nur Gras, Moos und Fels. Die Baumgrenze ist also um einiges niedriger als in Deutschland. Dementsprechend waren auch die Temperaturen hier oben, eisiger Wind aus allen Richtungen, aber trocken. Das also zu den Grundlagen, was das Wandern in Norwegen angeht ;) Aber die Aussicht, die Landschaft und die Stille haben für alle Strapazen entschädigt.

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Ich war auch ganz froh, dass ich während der gesamten Tour nicht einmal auf’s Klo musste (diejenigen, die mich kennen, wissen, dass das ne mega Leistung is ;) ), denn es hätte auch einfach keine Möglichkeit gegeben zu gehen…es gibt nichts, wo man sich verstecken kann ;) da wünsch ich mir mal wieder, ein Mann zu sein. Pilar ging es leider anders, sie musste schon lange bevor wir die Hälfte geschafft hatten, so dringend auf Toilette, dass sie vorgelaufen bzw. vorgerannt ist. Sie hat die gesamte Tour dann auch in nur 6 statt in 7 Stunden geschafft ;) Die letzten Kilometer waren dann zum Ende hin aber wirklich beschwerlich. Alles vom Oberschenkel abwärts war nur noch ein einziger Schmerz. Knie und Füße besonders, weil man ja immer wieder rauf und runter und springen und hüpfen musste. Wir haben dann auch drei Kreuze gemacht, als wir auf dem Fløyen angekommen sind und uns geschworen, keinen Schritt mehr zu machen. Scheiße war’s, wir mussten ja noch heim. Aber es hat sich wirklich gelohnt, dass muss ich schon sagen, auch wenn ich am Sonntag den ganzen Tag im Bett lag und mich nur von meinem Zimmer in die Küche und zurück bewegt hab ;) (die anderen aber übrigens auch *gg*)

Letzten Donnerstag sind Jule, Juan und ich dann abends ins „Studenten“ gegangen. Kann man so mit dem H-Club in Ilmenau vergleichen. Haben also ein kleines Vorspiel gemacht und sind dann mit dem pinken Partybus ;) in die Stadt gefahren. War jedenfalls ein sehr witziger Abend, das Bier war (vergleichsweise) billig und die Musik tanzbar :) Und ich muss immer wieder über Jans Anmerkung lachen, die er gemacht hat, bevor ich hier her gekommen bin. „Wenn die Norweger genügend getrunken haben [was definitiv nicht lange dauert], dann machen die alles an, was nich bei drei auf den Bäumen ist – und der Rest wird runtergeschüttelt!“ Und so ist es wirklich, der Hammer…da kann sich jeder heiße Spanier warm anziehen, sag ich euch. Die machen vor nichts und niemandem halt. Man kann den norwegischen Partyabend auch gut in 5 Grundphasen einteilen. Phase 1 beginnt mit dem Vorspiel daheim oder bei Freunden. Da der Alkohol im Club meistens zu teuer ist, muss man sich schonmal einen gewissen Grundpegel antrinken, den es dann auszubauen oder zumindest zu halten gilt. Also geht man meist schon betrunken oder zumindest angeheitert in den Club, man sollte sich aber tunlichst davor hüten auf dem Weg zum Club noch ein Bier zu trinken – das kann teuer werden, trinken in der Öffentlichkeit ist untersagt. Sind die Norweger vor Phase 1 noch recht schweigsam und eigentlich das genaue Gegenteil eines frauenverschlingenden Baggermonsters, so kommt man der Sache in Phase 2 schon näher. Phase 2 findet nun schon im Club statt, beginnt aber selten vor 0.00Uhr. Die Norweger werden jedoch langsam redselig und checken schon mal die Lage aus ;) Mit Beginn von Phase 3 wurde jetzt schon das ein oder andere Bier konsumiert und der Alkohol-Grundpegel ist mittlerweile stark angestiegen. Es wird sich rangepirscht und die ersten fangen an, eng miteinander zu tanzen, die Besonderheit hier – norwegische Mädels lassen sich ungern Drinks ausgeben, weswegen es viele Jungs aufgegeben haben, Mädels danach zu fragen. Also erwartet bitte nicht, dass euch ein Norweger nen Drink spendiert ;) . Phase 4 beginnt gegen 2.00Uhr – eine Stunde vor der Sperrstunde. Es wird gesabbert, gezerrt und wer nicht tanzen will, wird tanzbar gemacht. Wer jetzt noch keinen Fang gemacht hat, sollte also schleunigst anfangen die Bäume zu schütteln – die Mädels wahlweise den Hintern. Diese verzweifelten Versuche sind mitunter sehr amüsant. Phase 5 und somit die letzte Phase beginnt um 3.00 Uhr – Sperrstunde. Wer jetzt noch nich zerstört ist, nimmt seine Partybekanntschaft mit zum Nachspiel, um dem Alkoholpegel noch den letzten Schliff zu geben. Dort wird dann weiter getrunken bis auch der letzte nicht mehr aufstehen kann. „Vorspiel“ und „Nachspiel“ sind also Grundzutaten für einen gelungen Partyabend in Norwegen. Das heißt hier auch wirklich so, also die Wörter wurden eins zu eins aus dem Deutschen übernommen, ohne Übersetzung. Wird man als Deutsche nun von einem Norweger gefragt „Kommst du mit zu mir, zum Vorspiel?“, wird selbige erstmal rot und ist sehr peinlich berührt. Erklärt eine Deutsche einem Norweger nun, was „Vorspiel“ und „Nachspiel“ wirklich heißt, wird dieser wiederum rot und ist sehr peinlich berührt ;) Und so endet das Nachspiel aber vielleicht mit einem Vorspiel??!! Was für ein Wortspiel (wow) :D

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Zum Schluss kommt noch, was ihr sicher alle schon vermisst habt, die ultimative TOP5 der Suchmaschinenbegriffe mit denen Leser auf meinen Blog gelangen. Auf Platz 5 diesmal „geile Kerle“ – das ist das erste Mal das jemand nach geilen Männern sucht, sonst sind es immer nur geile Weiber oder wahlweise geile Putzfrauen. Platz 4 wird belegt durch „Küsschen“ – wie süß ;) . Auf Platz 3 hat es diesmal „tot und Verwesung“ geschafft – Hm, was soll ich dazu sagen?…Auf Platz 2 hab ich heute „hässlich“ gewählt – dieser Suchbegriff kommt ungewöhnlich häufig in meiner Statistik vor *indenSpiegelschau* Sollte ich mir Gedanken machen? Ungeschlagen auf Platz 1 ist jedoch „der weise hei“ – ja ne, is klar…Annelie empfiehlt dazu www.duden.de oder wahlweise www.analphabet.de

PS: Tokio Hotel sind derzeit hier DIE Renner…so kommt im Radio ständig „Durch den Monsun“ – aber auf Englisch, also „Through the monsun“…ist man denn vor denen nirgends sicher??!!

PPS: Der Link der Woche: http://www.youtube.com/watch?v=Q5im0Ssyyus Vorsicht bevor ihr das Video anschaut – es könnte zu enormem IQ-Verlust führen. Annelie übernimmt keine Haftung für anschließende Verblödung.

Cchhaarrlliiee…wanna come to Candymountain…Cchhaarrlliiee…???

Blau-Weiß-Rot

Oktober 3, 2007

…ist heut der Sonnenuntergang in Bergen – wie die norwegische Flagge :) Das Wetter zieht nochmal alle Register und beschert uns einen schönen Tag nach dem anderen. Sonne, blauer Himmel und Herbstfarben. So lieb ich Norwegen – aber auch im Regen is es schön ;)

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Susi und ich haben also den letzten Freitag genutzt, um mal bißchen raus zu kommen, in die Natur. Also sind wir ins Fanamuseum gefahren, ein Freilichtmuseum etwas außerhalb von Bergen. Da die Saison ja vorbei ist, kostet es auch keinen Eintritt mehr. Und wenn man sich die Mühe macht, bis nach oben auf den Berg zu laufen, wird man mit einer fantastischen Aussicht belohnt. Also haben wir das mal gemacht. Mit der Sonnenbrille bewaffnet ging’s los. Oben angekommen war es dann wirklich atemberaubend.

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So richtig losreißen konnten wir uns nicht, in der Sonne war es sogar richtig schön warm und es gab einfach zu viel zu gucken. Aber irgendwann muss man ja mal wieder heim.

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Danach sind wir noch bisschen shoppen gegangen – ich bin auf der Suche nach ordentlichen Winterschuhen. Da mein Lofoten-Trip quasi in trockenen Tüchern ist und wir Anfang November dort mit großer Sicherheit Schnee haben werden, brauch ich ordentliches Schuhwerk. Vom 05.11. – 11.11. fahr ich also mit Julia und Steffi hoch über den Polarkreis – erst auf die Lofoten und zum Abschluss noch nach Tromsø. Danach bin ich sicherlich pleite bis auf die letzte Øre. Schon der Kostenvoranschlag, den wir gestern gemacht haben, lässt mir die Tränen in die Augen steigen. Aber so jung kommen wir nich mehr zusammen, sagt man ja so schön und wer weiß wann ich mir sonst meinen Traum, Wale zu sehen, noch erfüllen kann. Also, Augen zu bzw. Geldbeutel auf und durch.

Letzten Donnerstag war ich auch auf meiner ersten Filmparty. Der norwegische Film „Varg Veum“, der in Bergen gedreht wurde, hatte Weltpremiere und meine Chefin und ich standen auf der Gästeliste ;) Also, erst Film gucken. Film war gut und ich war so stolz, dass ich wirklich viel verstanden hab. Nur bei den Witzen da konnt ich irgendwie nich so richtig mitlachen ;) Danach waren wir dann auf der obligatorischen Filmparty, wo dann auch die ganzen Schauspieler, Produzenten und diese ganzen hyper wichtigen und ober coolen und endschick angezogenen Leute rum laufen. Aber es war sehr nett, ich hab den ganzen abend nur norwegisch gesprochen, hab für selbiges ein dickes Lob einkassiert, es gab Häppchen und Gratis-Alkohol. Was will man mehr??

Heut hab ich es auch endlich geschafft mal mein Zimmer bzw. besser Saustall aufzuräumen. Wurd auch dringend Zeit… ;)

So und damit Herr S. nun auch mal zufrieden ist und sich nicht immer beschwert, dass ich immer zuviel schreibe soll’s das für heut gewesen sein. Is ja auch nich so viel passiert, so wirklich, eigentlich nich…

Ach ja, natürlich darf die obligatorische Suchmaschinenbegriffe-TOP5 nich fehlen und heut sind ein paar Knaller dabei, Leute Leute Leute. Seit froh, dass ich nur sehe WAS ihr da eingebt und nich WER…Also, Platz 5 wird heut belegt von „winke winke“ (Annelie empfehlt dazu www.teletubbies.de). Auf Platz 4 heute „Ich lieb dich doch, ey“ (Ey, Aldder, isch lieb disch auch). Platz 3 mit „Suchmaschinenbegriffe witzig“ (genau, deshalb mach ich das hier). Sehr knapp an Platz 1 vorbei, deshalb nur Platz 2 „Susi den Arsch hauen“ (Susi, sorry, aber ich musst wirklich sooo lachen, wenn ich wüsste wer’s war, ich würd ihn mal nach Fantoft einladen *lol*). Ja, aber an Platz 1 kommt nichts, aber auch rein gaaaar nichts ran. Der is Anwärter auf den Jahrhundert-Suchbegriff. Tatata….Trommelwirbel…Rumgewedel… gespannt in die Kamera guck…Bereit?? Wirklich? Ok…hier kommt er, der unschlagbare Platz 1 der Suchbegriffe mit denen Leser auf meinen Blog gelangen: „Hat Annelie den Arsch auf“ – Ey, wenn ich dich krieg, dann weiß ich aber ganz genau WER dann den Arsch offen hat und das bin definitiv nicht ich.

PS: Valeska wollt unbedingt mal wissen, wie eine norwegische Tastatur aussieht. Hier, so :) Halt statt Ä, Ö und Ü gibt’s Æ, Ø und Å und das Z uns Y sind umgedreht…und sonst sind so paar kleine Zeichen an der „falschen“ Stelle

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Und das ist eine norwegische Maus ;) *lol*

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PPS: Der Heimflug is gebucht. Am 14.11.07 um 12.15 Uhr werde ich wieder deutschen Boden betreten. Ich bitte um ein angemessenes Empfangskomitee mit rotem Teppich und Begrüßungssekt.