Annelies Norwegen

Dezember 25, 2007 by anneliehanf

Ich bin ja viel gereist in meinem halben Jahr und auch vorher war ich schon zweimal in Norwegen unterwegs. Nun hab ich immer davon geschwärmt und erzählt, wo ich überall gewesen bin. Nun kennen sich aber nicht alle meine Leser so gut in Norwegen aus, wie ich ;) also hab ich mir gedacht, dass ich doch mal eine Karte machen könnte und kleine virtuelle Stecknadeln da hin pinne, wo ich überall gewesen bin.

Von Süd nach Nord heißt das dann:

  • Kristiansand
  • Haugesund
  • Oslo
  • Nordheimsund
  • Bergen
  • Myrdal
  • Flåm
  • Gudvangen
  • Borgund
  • Lærdal
  • Sognfjell
  • Geiranger
  • Oppdal
  • Ålesund
  • Kristiansund
  • Molde
  • Trondheim
  • Bodø
  • Å (Lofoten)
  • Reine (Lofoten)
  • Henningsvær (Lofoten)
  • Svolvær (Lofoten)
  • Tromsø

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Ich hab sicherlich was vergessen…aber das is nich weiter schlimm denke ich ;) Also jetzt könnt ihr euch ungefähr vorstellen, wo ich überall war.

Und auch meine Bilder aus dem Flugzeug vom Heimflug möchte ich euch nicht vorenthalten.

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Ansonsten wünsche ich noch schöne Feiertage :) HO HO HO

PS: Ich möchte noch alle Heimgekommenen wieder willkommen heißen. Julia und Steffi aus Bergen…Astrid aus Oslo und natürlich nicht zu vergessen Ailyn aus Sydney. Velkommen tilbake bzw. Welcome back :)

God Jul, Merry Christmas, Feliz Navidad, Joyeux Noël und Frohe Weihnachten

Dezember 24, 2007 by anneliehanf

Ich wünsche alle meinen Freunden, Lesern und auch Nur-Mal-So-Vorbei-Schauern ein frohes Fest und ein schönes Neues Jahr.

Wer was zum lachen will, darf mal hier klicken:

Annelie als Elf
Bei uns hat es geschneit heut nacht, wir werden wohl weiße Weihnachten haben, toll wa?? :)

I want to wish a merry Christmas and a very happy new year to all my friends, readers and Just-Want-Look-People…If somebody among you wants to have something to laugh, just click here and have fun ;)

Annelie as elf
It snowed last night at my place, we will probably have white christmas…isn’t it great???

Tilbake i Tyskland – Zurück in Deutschland

Dezember 19, 2007 by anneliehanf

Mit etwas Verspätung aber kurz vor Weihnachten ;) kommt hier mein Ich-bin-zurück-Erlebnis-und-Erfahrungs-Bericht.

Seit ca. 5 Wochen bin ich nun schon wieder in Deutschland, aber so richtig angekommen bin ich immer noch nich. Es ist manchmal immer noch komisch und ab und an schleicht sich auch wirkliches „Heimweh“ ein. In gewissen Momenten kommen Erinnerungen hoch und dann ist es immer so, als wenn man sich von seiner großen Liebe getrennt hätte…ihr kennt das vielleicht: Lieder, Gerüche oder Situationen verursachen Herzstechen und Sehnsucht.

hach, bin ich heut wieder verkitscht…

Meine ersten Tage in Deutschland waren reichlich komisch. Los geflogen bin ich in Bergen bei schönstem Sonnenschein, dem gleichen Wetter bei dem ich 6 Monate vorher auch angekommen bin. Es war, als wollte mir Bergen gebührend auf Wiedersehen sagen und sich von seiner schönsten Seite zeigen. Jule, Diego und Juan haben mich zum Flughafenbus gebracht und der Abschied war erwartungsgemäß schwer und tränenreich. Aber durch das wunderschöne Wetter hatte ich aus dem Flugzeug noch mal einen einwandfreien Blick auf „mein“ Bergen und Norwegen.

In Deutschland angekommen, war doch alles sehr seltsam. Alle um mich rum sprechen auf einmal deutsch und ich kann meinen Kaffee auch auf Deutsch bestellen ;) Am nächsten Tag in der Mensa hab ich dann an der Theke auch ernsthaft überlegt, wie ich „Bitte nicht so viel Käse“ auf Norwegisch sage, bis mir eingefallen ist, dass ich es gerne auf Deutsch probieren kann ;) Auch, dass auf einmal alles so „billig“ ist hat mich gefreut. Erst mal ordentlich shoppen gehen ;) Ich musste aufpassen, dass ich nicht in einen großen Kaufrausch verfalle. Und da ich seit einem halben Jahr aus Kostengründen nicht mehr richtig Fleisch gegessen habe, also wenn dann nur mal bisschen Puten- oder Hackfleisch, hab ich mir von Muttern auch erstmal nen ordentlichen Braten zum Mittagessen gewünscht. Ne standesgemäße Thüringer Bratwurst und nen guten Döner gab’s auch :). Auch musst ich mir wieder angewöhnen, nicht ohne zu schauen über den Zebrastreifen zu gehen. In Norwegen geht das, weil wirklich jeder anhält, da muss man eigentlich nicht nach links und rechts schauen.

Jedoch wurde ich hier in Deutschland vom allgegenwärtigen Weihnachtstrouble überrumpelt. Wo sie in Norwegen als ich abgereist bin, gerade mal angefangen haben dezent die Schaufenster und Straßen zu schmücken, ist hier schon seit September Weihnachten und es hängt einem schon zum Hals raus. Das fand ich Norwegen dann doch um einiges angenehmer als hier. Es hat mich regelrecht erschlagen.

Das waren so die primären Dinge, die mir bei meiner Ankunft und dem Wieder-Einleben aufgefallen sind. Wie seh ich mein halbes Jahr in Norwegen aber nun nach 5 Wochen Deutschland? Ich kann mit ruhigem Gewissen sagen, dass es die beste Entscheidung ever war, nach Norwegen zu gehen. Ich habe soviel gelernt, soviel gesehen, soviel erlebt. Ich vermisse Norwegen, Bergen und meine zurückgelassenen Freunde sehr, bin aber froh, dass all das jetzt Teil meines Lebens ist, was ich nie vergessen werde. All meine Freunde aus dem halben Jahr haben tiefe Eindrücke hinterlassen und noch nie hab ich so viele Menschen aus so vielen verschiedenen Ländern und Kulturen kennen gelernt. Viele haben mich schon gefragt, ob ich es mir vorstellen könnte für immer nach Norwegen zu gehen und ich muss jedes Mal sagen, ich weiß es nicht. So schön die Zeit war, aber ich bin mir bewusst, dass ich im Studentenwohnheim in einer „Scheinwelt“ gelebt habe. Dadurch, dass dort so viele junge Leute leben, hat man sofort Anschluss und Kontakt. Es ist immer was los und eigentlich keine Zeit für Heimweh. Wohnheimzimmer sind vergleichsweise billig und auch so hat man als „Student auf Zeit“ in Norwegen wenige Ausgaben. Aber wenn man wirklich hier leben will, sieht das ganz schon anders aus. Die Norweger sind bekanntermaßen etwas schwerfällig, wenn es um Kontaktaufnahme geht ;) Das heißt, eher distanziert bis kalt…bis man sie einmal geknackt hat, dann ist es wieder etwas anderes. Aber wenn man dann hier arbeitet, ist es auch schwer Anschluss zu finden. Kollegen ja, aber Freunde? Schwierig. Auch die finanzielle Frage stellt sich da. Sicher, man verdient um einiges mehr, hat aber auch viel höhere Ausgaben als in Deutschland. Ich würde gern noch einmal für eine absehbare Zeit nach Norwegen, aber leben…da bin ich mir noch nicht sicher.

Zum Schluss möchte ich noch einmal alle diejenigen Leute namentlich nennen, die mir dieses halbe Jahr zu einer unvergesslichen Zeit gemacht haben…hiermit gehen Küsschen und Grüße an Susi, Jule, Diego, Juan, Pilar, Mikal, Sabrina, Odd, Charles, Anne, Chanchal, Espen, Eric, Brad, David, Natalie, Florence, Steffi und Maitè …ein Arschtritt geht hiermit an Jérémy, Santi und Edu (Pablo)…alle anderen, die ich vergessen haben sollte, sowohl mit Grüßen/Küsschen als auch Arschtritt…tut mir leid ;) fühlt euch gegrüßt/geküsst oder wahlweise getreten…

Ich bin mir noch nicht sicher, ob ich diesen Blog hiermit schließe oder ob ich eventuell weiter schreiben soll, ich aber den Blog-Titel umbenenne…Immerhin folgen im Januar und Mai noch mal Trips nach Bergen….Ich werde sehen…vielleicht mach ich auch mal eine Umfrage ;) Jedenfalls hatte mein Blog in nun etwa 7 Monaten 3118 Zugriffe, 25 Beiträge und 40 Kommentare. Ich schätz mal, das is ne ganz gute Quote für nen Blog-Anfänger wie mich ;)

Das Knirschen des Schnees unter meinen Füßen…

November 26, 2007 by anneliehanf

 

…hab ich vermisst :) Auf unserem Trip über den Polarkreis hatten wir davon genug. Der erste Schnee in diesem Winter, der uns zudem unseren Urlaub noch versüßt hast. Aber alles nach einander. Vor ein paar Monaten haben sich Julia, Steffi und ich entschieden zusammen einen Trip auf die Lofoten (Inselgruppe an der Westküste in Nord-Norwegen), mit anschließendem Besuch in Tromsø, zu machen. Also ging es dann an einem schönen Montagmorgen auch los. Unsere Reise begann erst einmal mit einer entspannten 25h(!)-Zugfahrt von Bergen nach Oslo nach Trondheim nach Bodø.

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Eine Zugfahrt die ist lustig….

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Zwischenstopp in Trondheim

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Jede Gruppe braucht ihren Assi ;)

Wie man sich vorstellen kann, sind die Nächte im Zug nicht die bequemsten, auch wenn man tolle Schlafsessel hat. Aber wer billig reisen will, muss leiden. In Bodø angekommen, sind wir dann einstimmig zu dem Urteil gekommen, dass das hier wohl die mit Abstand hässlichste Stadt in Norwegen ist. Neben den Häusern in verschiedenen Graunuancen, hat es wahlweise angenehm nach Fisch, Müll oder Abgasen gestunken. Leider konnten wir diesem reizenden Städtchen nicht so schnell entfliehen, da unsere Fähre auf die Lofoten erst 16.30 abfahren sollte, dass hieß 7 Stunden Aufenthalt in Bodø…yyiihhhaaaa…wir konnten uns vor Freude kaum halten. Aber man soll ja das Beste draus machen, also haben wir einfach den Hausberg Røyvikfjell bestiegen…und wurden dann doch noch mit einem bombastischen Panorama belohnt. Schon hier ließ sich teilweise erahnen, was uns auf den Lofoten noch erwarten sollte.

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Vorgeschmack auf die Lofoten
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Ja ja…Toten-Transport…für alle die, die in Bodø vor Langerweile sterben

 

Nach dem wir dann erstaunlicherweise die Zeit doch noch rum gekriegt haben sind wir mit der Fähre nach Moskenes (holla, hatten wir einen Seegang…da macht das Pinkeln Mühe) auf die Lofoten und von da aus nach Å (ja dieser Ort hat nur EINEN Buchstaben) gefahren. Zum Abendbrot gab’s Studentenessen – Nudeln mit Pesto – billig, schnell und lecker!!!

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Zum Frühstück wurden wir dann mit einem atemberaubenden Sonnenaufgang geweckt, wie ich ihn selten erlebt hab. Da wir im Dunkel in Å angekommen sind, haben wir auch erst am Morgen gesehen von welch gewaltigen Bergen wir hier umgeben sind. Aus dem Meer heraus erheben sie sich in spektakulären und bedrohenden Formen - zackig, gewaltig und riesig. Auch haben wir zum ersten Mal Stockfisch in seiner Reinform gesehen. Na ja, schon ein wenig eklig, wie die da so hängen und vor sich hin stinken :) Wir wollten ja welchen klauen, wäre auch kein großer Akt gewesen, wäre da nicht die Sache gewesen, dass man uns damit wahrscheinlich schon 2km gegen den Wind gerochen hätte. Also haben wir diesen Gedanken schnell wieder verworfen und den Stockfisch hängen gelassen.

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Stockfisch

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Da es Anfang November soweit im Norden bereits gegen 13.30 anfängt zu dämmern und es 15.30 stockduster ist, muss man die Helligkeit nutzen. Also haben wir einen der nur dreimal täglich fahrenden Busse genommen und sind erstmal nach Reine gefahren – ein kleines Fischerdorf, das zum Weltkulturerbe zählt. Während der Busfahrt konnten wir unsere Augen schon nicht von der Landschaft lassen. Nicht nur, dass der frisch gefallene Schnee die Landschaft verzaubert, als sei sie gemalt, nein, auch das Licht ist hier nicht wie überall sonst auf der Welt. Da die Sonne um diese Jahreszeit permanent sehr tief steht, schafft sie eine Stimmung, die einen nur entzücken kann. Reine ist, wie eigentlich jeder Ort auf den Lofoten sehr verschlafen und scheinbar menschenlos ;) zumindest kam es uns so vor, wir haben hier keine Menschenseele auf den verschneiten Straßen gesehen. Das Highlight des Tages war dann für uns auch der Onsdags-Kaffee (Mittwochs-Kaffee) im örtlichen Seniorentreff. Gegen Mittag und nach einer Fjordrundfahrt waren wir dann doch etwas durchgefroren und uns war nach etwas warmen. Wir hatten bei unserem Rundgang schon das Schild „Onsdags-Kaffe“ am Straßenrand stehen sehen, haben uns aber nicht so richtig getraut rein zu gehen, da wirklich alles nach einem Seniorentreff aussah. Aber die alten Leute, die gerade am gehen waren, haben uns dann quasi dazu ermutigt, dass man Kaffee, soviel man will und eine Waffel für nur 20Kronen (ca. 3€) schlecht ablehnen kann. Wir wurden dann auch herzlich willkommen geheißen - junge Leute und gerade um diese Jahreszeit würde man hier nicht oft sehen.

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Spuren im Schnee

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Onsdags-Kaffee

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Viel Kaffee, Waffeln und ein nettes Gespräch später (Verabschiedet hat sich Julia dann unwissenderweise jedoch mit den Worten „Takk for alt“ – „Danke für alles“,– sagt man diese Floskel doch nur auf Beerdigungen zu dem Verstorbenen, aber wir waren ja in einem Altersheim *lol* da passt das ja fast schon wieder– ich bin wieder fies heute) sind wir dann weiter nach Svolvær (mit 4.000 Einwohnern, die Hauptstadt der Lofoten ;) ) gefahren. Nach verzweifelter Suche nach unserem Hostel, toller und witziger Hilfe von Einheimischen (mit bühnenreifer Wegbeschreibung) gab’s dann abends wieder Nudeln mit Pesto – wie gesagt, billig, einfach und lecker!!! Und da fährt man schon mal auf die Lofoten, ans andere Ende Welt quasi *lol*, mitten im Winter und wen trifft man im Hostel?? Ein Mädel aus Potsdam (man muss erwähnen, das sowohl Julia als auch Steffi in Potsdam studieren bzw. teilweise studieren). Wie klein die Welt doch ist.

Für Donnerstag hatten wir dann eine tolle Orcawal-Safari gebucht. Wir haben uns alle irrsinnig drauf gefreut und sage und schreibe umgerechnet 120€ für diesen Tagestrip hingeblättert. Und was haben wir gesehen?? Tolle Landschaft, ohne Zweifel….viel Wasser, Schnee, Wasser und…keine Wale…nein, keine Wale. Dafür haben wir gelernt, was es heißt zu frieren. Zur Erklärung: ich hatte 6(!) Paar Socken an, zwei Strumpfhosen, eine Jeans, eine Outdoor-Hose, ein Unterhemd, zwei T-Shirts, eine Sweat-Jacke, eine Winterjacke, zwei Paar Handschuhe und einen Wärmeanzug vom Boot…und ratet was geschah?? Ich habe teilweise wirklich gefroren…der Schnee und die Gischt vom Boot haben ihr übriges dazu getan. Unser Essen hätten wir abends dann auch nicht salzen, sondern einfach nur einmal durch’s Gesicht ziehen müssen, so eine Salzkruste hatten wir da…Wir waren auch drauf und dran, allein schon aus Protest, Wal essen zu gehen ;) Blöden Wale, die…

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Meine Brüder

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Freitag haben wir dann den ersten und einzigen Tag mal ausgeschlafen und sind nach Henningsvær gefahren, einem auch, nun ja, sehr verschlafenen Örtchen.

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Stockfisch hinter Glas

Bevor wir uns auf den Weg nach Tromsø gemacht habe, sind wir dann auch noch in die Eisskulpturen-Ausstellung “Magic Ice” in Svolvær gegangen.

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Abends ging es dann mit den Hurtigruten nach. Und hier herrscht schon in gewissem Maße Luxus, auf diesen Schiffen. Nun ja, wir sind dann halt da mit unseren „Rema 1000“-Einkaufstüten eingetrudelt und haben uns erstmal häuslich eingerichtet. Da uns das hier alles viiiel zu ordentlich und spießig war, haben wir uns schon überlegt, einfach mal ein bisschen Chaos zu verursachen und mit Essen um uns zu schmeißen…Salami an den Scheiben würde wunderbar zum Ambiente passen, dachten wir, haben die Idee aber dann aus Angst, von Bord geschmissen zu werden, doch wieder verworfen.

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In Tromsø angekommen hatten wir dann das mit Abstand teuerste aber auch echt enttäuschenste Hostel der ganzen Reise abgefasst. Tauscht man das M in AMI-Hotel gegen zwei ss aus, passt der Name schon besser…nun wollten wir ja nun auch Nordlichter sehen und in Tromsø stehen die Chancen da ganz gut, nachdem wir aber den ganzen Abend in der Stadt rumgelaufen sind, war uns irgendwann so kalt, dass wir es dann vorgezogen haben, uns in ne Bar zu setzten und mal das gute Tromsø-Bier zu kosten. Das ist dann in einen feucht-fröhlichen, aber sehr lustigen Abend „ausgeartet“.

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Am nächsten Morgen saßen wir dann alle etwas verkatert am Frühstückstisch und neben uns fragte dann jemand seinen Sitznachbarn, ob er denn die tollen, wunderschönen Nordlichter heute Nacht gesehen hätte. Wir haben uns angeschaut und jeder hatte den gleichen Gedanken: „Shit…!“ Wenn es keine Nordlichter gegeben hätte, dann hätte man auch keine sehen können…aber ES GAB ja welche, wir haben es aber eher vorgezogen uns die Birne zu zukippen. Da haben wir uns dann doch ganz schön drüber geärgert, zudem es am Sonntag wegen bedecktem Himmel auch nix mehr mit Nordlichtern war…nun ja…also keine Wale, keine Nordlichter…Scheiß Natur, sag ich da nur (Reim, reim, reim…). Der berühmten Eismeerkathedrale haben wir auch noch einen Besuch abgestattet, von außen wirklich beeindruckend, gerade im Dunkeln, ist sie von innen dann doch eher enttäuschend, zumal der Spaß auch noch 3€ Eintritt gekostet hat. Hätten wir vorher mal cleverer Weise durch’s Fenster geschaut, hätten wir gesehen, dass sich das nich lohnt…aber nun ja, Pech gehabt und Geld gezahlt. Abends sind wir dann zurück geflogen, erst nach Oslo und dann nach Bergen…Am Osloer Flughafen haben wir dann sogar noch ein kostenloses Stück Pizza abgestaubt, wie wir dazu gekommen sind, sagen wir lieber nich *gg*…

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Tromsø in der Dämmerung (ca. 14.00)

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Ishavskatedralen - Eismeerkathedrale

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Tribute to Juan ;)

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Alles in allem war es ein rund um gelungener Trip…auch wenn er sehr teuer war, so hat sich doch jeder Cent gelohnt…wir hatten ne Menge Spaß, haben unbeschreibliche Landschaften gesehen, nette Leute kennen gelernt und die Erkenntnis gewonnen, dass wir wohl noch mal her müssen – einmal im Winter zum Wale und Nordlichter sehen und einmal im Sommer zur Mitternachtssonne J

 

Bevor wir zu den Lofoten aufgebrochen sind, hatten wir noch ein schönes Abschiedsdinner mit allen lieben Leuten. Susi ist ja schon eher nach Deutschland abgereist. Das Dinner war dann auch eher ein Gelage…mit Lasagne und MilkyWay-Kuchen…Bombe pur sag ich nur…Den Kuchen hab ich am Ende nur noch rein geschoben und gequetscht…und während ich an einem Stückchen rumgewerkelt hab, haben Juan und Diego gleich mal zwei Stückchen verputzt…und dann nachts um 3 noch mal zu gelangt…unbegreiflich so was….*kopfschüttel*

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vollgefressen!!

PS: Beim nächsten Mal gibt’s den ersten Zurück-In-Deutschland-Erfahrungsbericht…

Coming soon…

November 15, 2007 by anneliehanf

…on this channel…

  • Über dem Polarkreis - unser Trip auf die Lofoten

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  • Tilbake i Tyskland - Zurück in Deutschland

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Abschied nehmen…

November 4, 2007 by anneliehanf

…muss ich jetzt von Susi. Dieser Blog-Eintrag ist für dich, weil du die jenige hier in Norwegen war, mit der ich am meisten erlebt hab, mit der ich die meiste Zeit verbracht hab und mit der ich unendlich viel Spaß hatte. Leider reist Susi morgen schon ab, also 1 ½ Wochen vor mir, wir werden uns nicht noch einmal sehen, wenn ich von den Lofoten zurück bin. Susi hat mehr als ein Jahr hier in Norwegen verbracht, Leute kommen und gehen sehen. Ich hoffe, es wird nicht allzu schwer für dich, zu gehen. Ich bin dir sehr dankbar, dass du unheimlich dazu beigetragen hast, mir dieses halbes Jahr zu einer unvergesslichen Zeit zu machen. Ich werd deine Sticheleien und das Dummnöl labern mit dir wirklich vermissen. Jetzt muss ich wen anderes finden, mit dem ich mich beschimpfen kann :D Ich wünsch dir alles alles Gute in Neuseeland, vielleicht wartet ja wirklich ein Schaffarmer auf dich ;) Und wenn alles gut geht und ich bis dahin genug Geld hab, komm ich dich nach meiner Diplomarbeit in Neuseeland besuchen. Pass auf den Nigger auf…vielleicht will er ja mit nach Neuseeland ;) mal was anderes sehen, als immer nur den Motorraum von innen. Und vielleicht sehen wir uns beide ja auch in Norwegen wieder ;) Ich mein, Geschäftsideen haben wir ja zu Genüge…da sollte doch mindestens ne Insel mit ner roten Hütte bei rausspringen, was? Fühl dich gedrückt und gebusselt…vom Kind :)

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Zum Abschluss waren wir noch mal im Hordaland-Museum. Einen wunderschönen Novembertag ausnutzen und Norwegen wieder einmal von seiner schönsten Seite erlebt.

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PS: Ich bin jetzt offiziell obdachlos…:( is komisch vor meinem Zimmer zu stehen und nicht mehr rein zu können.

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PPS: Am Mittwoch waren wir im Studenten zur Halloween-Party. Falls man es nich erkennen sollte, ich bin als Partygirl gegangen ;)

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Wirf, Juan ;) !

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Hast du Angst, Steffi?! ;)

 PPPS: Ich bin dann mal weg…Wer mich sucht, ich bin auf den Lofoten…

 

Vennene, Freunde, friends, amigos, amis…

Oktober 30, 2007 by anneliehanf

…hab ich vermissen gelernt hier in Norwegen. Nicht, dass ich hier nicht viele nette Leute kennen gelernt hab. Mit einigen sind auch Freundschaften entstanden. Mit vielen hab ich unendlich viel Spaß gehabt. Mit vielen hab ich schöne und unvergessliche Momente geteilt. Ich hab viel mit ihnen erlebt und viel gelernt. Sie kommen von der ganzen Welt und haben mir viel gezeigt. Ich hab viel über andere Kulturen gelernt, viele Gemeinsamkeiten mit Deutschland und genauso viele Unterschiede entdeckt, über die ich nicht selten gelacht, den Kopf geschüttelt oder einfach nur gestaunt hab. Aber trotz allem werden meine Freunde in Deutschland nie ersetzt. Weil sie was Besonderes sind, mir in schweren Zeiten immer ein Ohr geliehen haben, mit mir zusammen über meine Erlebnisse gelacht haben und mir gezeigt haben, wie viel sie wert sind. Kurz vor meine Abreise in 2 ½ Wochen, werd ich diesen Blog-Eintrag denjenigen widmen, die zu Hause geblieben sind und sich (hoffentlich) freuen, dass ich bald wieder unter euch weile ;) Die folgende Reihenfolge ist keine Rangfolge *lol*

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Post aus Deutschland :)

Barbara: Stell schon mal das Bier kalt - ich komm an nem Mittwoch heim, ich hoffe, du weißt was das für dich heisst ;) Du kannst für Donnerstag auch schon mal Plätze im C-Café reservieren. Ach ja, und ich hoffe du hast Memory geübt?!

Theresia: Auch wenn wir uns wahrscheinlich nicht gleich wieder sehen werden, wenn ich zurück bin, ich freu mich :) Und Hamburg würde sicher auch gern mal wieder Besuch von mir kriegen…Jan soll schon mal sein Norwegisch ein bisschen aufpolieren ;)

Steffi: Du könntest bald wieder mal Weißwürste aus Franken mitbringen, damit wir dann wieder ein zünftiges Weißwurstfrühstück machen können. Und der Masserberg-Besuch steht auch noch aus ;) Und mit mir schmeckt der Rotwein zum Frauenabend sowieso gleich viel besser…

Valeska: Heiz schon mal die Eva vor :) Norwegen vermisst dich.

Schrödi: Ich hoffe der Studenten-Stress hat dich nich schon ganz kirre gemacht. Sag mir Bescheid, wenn du wieder in Ilmenau bist. Ich hoffe das San Marco steht noch ;)

Jennifer: Auch wenn du es nicht lesen wirst, unsere Wette steht noch. Auch wenn ich mittlerweile selbst daran zweifle, dass ich sie gewinnen werde, ich bin natürlich kein Weichei und wir werden sehen, wer den meisten Eistee verdrückt ;) Auch wenn ich mittlerweile auf Grund der überirdischen Alkoholpreise ein bisschen aus der Übung bin.

Anna: Ich hoffe, du schaffst es bald nach Ilmenau zu kommen.

Tobi: Ich hoffe, du hast die Lage in Leipzig ausreichend ausgecheckt, wenn ich dich dann mal besuchen komme. Und zum Fasching wird die Leber ausgereizt…

Ailyn: Ich wünsch dir noch ein paar wunderschöne Monate in Austrailyn :) Genieß sie mit jeder Faser deines Körpers. Der Abschied wird noch schwer genug. Ich freu mich schon auf nen Kaffee im C-Café und ausgiebige Auslandsaufenthalt-Erfahrungen-Austausch-Gespräche mit dir.

Und ein ganz besonders lieber Gruß geht hier mit an mein Bübchen. Annett, ich freu mich unendlich auf dich. Auf das Lachen, das Feiern, das stundenlange quatschen. Der Abschied von dir war ganz besonders schwer, umso schöner wird jetzt bald das Wiedersehen. Wir werden wieder zu unseren Lieder singen und tanzen und einen auf uns trinken.

Als ich am 13. Mai aus Deutschland abgereist bin, war es schwer. Eine Mischung aus Angst, Neugierde, Aufregung und Trauer. Ich musste mein Leben in Deutschland zurück lassen, aber ich wusste immer, dass ich in einem halben Jahr wieder komme und fast alles wird noch genauso sein, wie ich es zurück gelassen habe. Genau das macht es mir aber auch jetzt schwer, Norwegen zu verlassen. Ich weiß mit Sicherheit, dass ich irgendwann wieder komme. Keine Ahnung wann oder wozu. Aber ich weiß nicht, ob ich all die lieben Leute, die ich hier kennen gelernt habe, jemals wieder sehen werde. Ich weiß, dass ich nich in 6 Monaten wieder hier leben werde. Wieder muss ich hier ein Leben aufgeben, was mir sehr viel Freude bereitet hat, mich in gewissen Dingen hat reifen lassen und um viele Erfahrungen reicher gemacht hat. Also geh ich wieder mit einem Gefühlsmischmasch…Freude auf zu Hause, auf Familie und Freunde und gleichzeitig ein Abschied von einem Land, in das ich mich verliebt habe und wieder Abschied von Freunden.

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Am Mittwoch muss ich aus meinem Zimmer ausgezogen sein. Ich hab heute schon die Putz- und Reinigungsinstruktionen bekommen. Vorhänge bitte waschen und bügeln (!)…ja is klar..ich wasch sie euch gerne, bügeln is nich. Und dann soll man auch noch spezielles Putzmittel kaufen…Hallo? Ne ne, ich nehm das was da is, man muss es ja nun nich übertreiben. Es hat sich viel viel Zeug hier angesammelt. Ich werd wohl ein Paket vorschicken müssen, alles krieg ich nich in mein Gepäck. Die restlichen Tage werd ich bei Julia schlafen und am Montag geht’s dann auch schon hoch in den Norden. Nochmal nen schönen Abschlussurlaub machen.

PS: Bergen bzw. Brann (der Name der Fußballmannschaft) is norwegischer Meister geworden. Die Bergenser sind halb am ausflippen. Das hat Brann seit 1964 (oder so) nich mehr geschafft…hier is die Hölle los…Und ich freu mich für sie, haben es wirklich verdient.

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Takk Brann - Danke Brann (dass ihr uns stolz gemacht habt ;) )

::::::Newsticker::::::

Oktober 21, 2007 by anneliehanf
  • “Annelie i Norge” hat die 2.000-Leser-Marke geknackt…
  • Foto der Woche: Damentoilette mit zwei Kloschüsseln im “Studenten”

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So wird das Zu-Zweit-Auf’s-Klo-Gehen doch optimiert, oder???

„Und morgen besteigen wir den Løvstakken“ oder „Das Trinkverhalten der Norweger“

Oktober 21, 2007 by anneliehanf

Nein, nein…also zumindest besteigen wir den Løvstakken, einer der sieben Berge rund um Bergen, nich gleich morgen ;) Zur Erklärung: Meine drei Lieblingskolumbianer und ich ;) haben letztens ne 7-Stunden-Wanderung gemacht. Wir sind also vom Ulriken (mit 643m dem höchsten Berg um Bergen) über das Vidden-Byfjell zum Fløyen (dem Berg mit der schönen Aussichtsplattform) gelaufen. Das schöne Wetter, was wir die letzten Wochen ja noch hatten, musste unbedingt ausgenutzt werden. Ich hab dann einfach am Feitag festgelegt, dass wir das Samstags machen, sonst wird das ja hier nie was *gg* Juan hat noch zu mir gemeint: „Ja ja, weck mich einfach wenn du wach bist, dann wecken wir die anderen!“ Ok…das lass ich mir nich zweimal sagen. Samstag, früh um kurz vor 10 hab ich dann das erste Mal sachte bei Juan geklopft…keine Reaktion, also hab ich erstmal gefrühstückt und es dann um viertel 11 (für alle Nicht-Ossis unter meinen Lesern – viertel nach 10) noch mal versucht. Immer noch kein Lebenszeichen. Ich wollt aber auch nich wie ne Bekloppte da jetzt an die Tür hämmern. Was macht man da? Man holt sich jemanden, der das für einen erledigt. Also, hoch zu Diego. Diego, los wir wollten doch heut die Wanderung machen (er hat erstmal keinen vernünftigen englischen Satz rausgekriegt, weil er noch im Halbschlaf war, nur leider hab ich sein spanisches Gelaber nich verstanden :D ). Ach ja, und du musst jetzt mal Juan aufwecken. Ok, Diego hat das dann etwas uncharmanter gelöst und mal ordentlich gegen die Tür geschlagen ;) Juan wusste auch erstmal nich wo oben und unten is, wir haben das dann aber doch noch gepackt und Pilar aufgeweckt, die genauso aussah…ich hab mich natürlich gekringelt vor Lachen. Da haben sie erst alle den großen Mund und dann??? Na ja, ich wurde dann für den Rest des Tages dafür verflucht, dass ich sie alle geweckt hab und Juan und Diego wollen sich dafür auch irgendwann noch rächen…ja ja…Aber es war natürlich eine gute Entscheidung, die Tour Samstag zu machen, da es Sonntag nämlich geregnet hat. Auf den Ulriken sind wir dann aber doch erstmal mit dem Cable-Car hochgefahren, weil das sonst nochmal zu viel Zeit in Anspruch genommen hätte bis hoch zulaufen. Als wir dann auf ne Luftaufnahme von dem Gebiet geschaut haben und gesehen haben WAS wir für eine Strecke vor uns haben, nun ja…da ist uns dann schon was anders geworden ;)

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rechts der Ulriken, links der Fløyen

Aber, wir lassen uns ja nich beirren und sind frisch und munter losgelaufen. Dazu muss ich dann auch mal ein paar grundlegende Anmerkungen zum Wandern in Norwegen machen. In Deutschland hat man in 95% der Fälle gut ausgebaute Wanderwege, breit, geschottert und man sieht definitiv wo er langgeht. Auch gibt es an jeder Gabelung und auch zwischendurch leserliche Wegweiser mit expliziten Entfernungsangaben. In Norwegen hat man in 95% der Fälle NICHTS von alle dem. Der Weg ist kein Weg, sondern ein Trampelpfad über Steine, Felsen, durch Schlamm, durch Tümpel und durch Gras…manchmal hört er auch einfach auf. Manchmal muss man auch Klettern, sowohl rauf als auch runter. Wegweiser gibt es wenig und wenn dann ohne Kilometerangaben. Der einzige Anhaltspunkt, dass man sich nicht verlaufen hat, sind große rote Punkte auf den Steinen oder große Steinhaufen in großen Abständen, die die Wegmarkierungen sein sollen.

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Also, eine Wanderung in Norwegen ist um einiges anstrengender als eine Wanderung in Deutschland ;) Und obwohl der Ulriken nur 643m hoch ist, also knapp 200m kleiner als unser Kickelhahn in Ilmenau, auf dem in dieser Höhe noch dichter Waldbewuchs herrscht (gut, Kyrill hat ein wenig ausgedünnt), ist hier nichts mehr…kein Baum, kein Busch…nur Gras, Moos und Fels. Die Baumgrenze ist also um einiges niedriger als in Deutschland. Dementsprechend waren auch die Temperaturen hier oben, eisiger Wind aus allen Richtungen, aber trocken. Das also zu den Grundlagen, was das Wandern in Norwegen angeht ;) Aber die Aussicht, die Landschaft und die Stille haben für alle Strapazen entschädigt.

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Ich war auch ganz froh, dass ich während der gesamten Tour nicht einmal auf’s Klo musste (diejenigen, die mich kennen, wissen, dass das ne mega Leistung is ;) ), denn es hätte auch einfach keine Möglichkeit gegeben zu gehen…es gibt nichts, wo man sich verstecken kann ;) da wünsch ich mir mal wieder, ein Mann zu sein. Pilar ging es leider anders, sie musste schon lange bevor wir die Hälfte geschafft hatten, so dringend auf Toilette, dass sie vorgelaufen bzw. vorgerannt ist. Sie hat die gesamte Tour dann auch in nur 6 statt in 7 Stunden geschafft ;) Die letzten Kilometer waren dann zum Ende hin aber wirklich beschwerlich. Alles vom Oberschenkel abwärts war nur noch ein einziger Schmerz. Knie und Füße besonders, weil man ja immer wieder rauf und runter und springen und hüpfen musste. Wir haben dann auch drei Kreuze gemacht, als wir auf dem Fløyen angekommen sind und uns geschworen, keinen Schritt mehr zu machen. Scheiße war’s, wir mussten ja noch heim. Aber es hat sich wirklich gelohnt, dass muss ich schon sagen, auch wenn ich am Sonntag den ganzen Tag im Bett lag und mich nur von meinem Zimmer in die Küche und zurück bewegt hab ;) (die anderen aber übrigens auch *gg*)

Letzten Donnerstag sind Jule, Juan und ich dann abends ins „Studenten“ gegangen. Kann man so mit dem H-Club in Ilmenau vergleichen. Haben also ein kleines Vorspiel gemacht und sind dann mit dem pinken Partybus ;) in die Stadt gefahren. War jedenfalls ein sehr witziger Abend, das Bier war (vergleichsweise) billig und die Musik tanzbar :) Und ich muss immer wieder über Jans Anmerkung lachen, die er gemacht hat, bevor ich hier her gekommen bin. „Wenn die Norweger genügend getrunken haben [was definitiv nicht lange dauert], dann machen die alles an, was nich bei drei auf den Bäumen ist – und der Rest wird runtergeschüttelt!“ Und so ist es wirklich, der Hammer…da kann sich jeder heiße Spanier warm anziehen, sag ich euch. Die machen vor nichts und niemandem halt. Man kann den norwegischen Partyabend auch gut in 5 Grundphasen einteilen. Phase 1 beginnt mit dem Vorspiel daheim oder bei Freunden. Da der Alkohol im Club meistens zu teuer ist, muss man sich schonmal einen gewissen Grundpegel antrinken, den es dann auszubauen oder zumindest zu halten gilt. Also geht man meist schon betrunken oder zumindest angeheitert in den Club, man sollte sich aber tunlichst davor hüten auf dem Weg zum Club noch ein Bier zu trinken – das kann teuer werden, trinken in der Öffentlichkeit ist untersagt. Sind die Norweger vor Phase 1 noch recht schweigsam und eigentlich das genaue Gegenteil eines frauenverschlingenden Baggermonsters, so kommt man der Sache in Phase 2 schon näher. Phase 2 findet nun schon im Club statt, beginnt aber selten vor 0.00Uhr. Die Norweger werden jedoch langsam redselig und checken schon mal die Lage aus ;) Mit Beginn von Phase 3 wurde jetzt schon das ein oder andere Bier konsumiert und der Alkohol-Grundpegel ist mittlerweile stark angestiegen. Es wird sich rangepirscht und die ersten fangen an, eng miteinander zu tanzen, die Besonderheit hier – norwegische Mädels lassen sich ungern Drinks ausgeben, weswegen es viele Jungs aufgegeben haben, Mädels danach zu fragen. Also erwartet bitte nicht, dass euch ein Norweger nen Drink spendiert ;). Phase 4 beginnt gegen 2.00Uhr – eine Stunde vor der Sperrstunde. Es wird gesabbert, gezerrt und wer nicht tanzen will, wird tanzbar gemacht. Wer jetzt noch keinen Fang gemacht hat, sollte also schleunigst anfangen die Bäume zu schütteln – die Mädels wahlweise den Hintern. Diese verzweifelten Versuche sind mitunter sehr amüsant. Phase 5 und somit die letzte Phase beginnt um 3.00 Uhr – Sperrstunde. Wer jetzt noch nich zerstört ist, nimmt seine Partybekanntschaft mit zum Nachspiel, um dem Alkoholpegel noch den letzten Schliff zu geben. Dort wird dann weiter getrunken bis auch der letzte nicht mehr aufstehen kann. „Vorspiel“ und „Nachspiel“ sind also Grundzutaten für einen gelungen Partyabend in Norwegen. Das heißt hier auch wirklich so, also die Wörter wurden eins zu eins aus dem Deutschen übernommen, ohne Übersetzung. Wird man als Deutsche nun von einem Norweger gefragt „Kommst du mit zu mir, zum Vorspiel?“, wird selbige erstmal rot und ist sehr peinlich berührt. Erklärt eine Deutsche einem Norweger nun, was „Vorspiel“ und „Nachspiel“ wirklich heißt, wird dieser wiederum rot und ist sehr peinlich berührt ;) Und so endet das Nachspiel aber vielleicht mit einem Vorspiel??!! Was für ein Wortspiel (wow) :D

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Zum Schluss kommt noch, was ihr sicher alle schon vermisst habt, die ultimative TOP5 der Suchmaschinenbegriffe mit denen Leser auf meinen Blog gelangen. Auf Platz 5 diesmal „geile Kerle“ – das ist das erste Mal das jemand nach geilen Männern sucht, sonst sind es immer nur geile Weiber oder wahlweise geile Putzfrauen. Platz 4 wird belegt durch „Küsschen“ – wie süß ;). Auf Platz 3 hat es diesmal „tot und Verwesung“ geschafft – Hm, was soll ich dazu sagen?…Auf Platz 2 hab ich heute „hässlich“ gewählt – dieser Suchbegriff kommt ungewöhnlich häufig in meiner Statistik vor *indenSpiegelschau* Sollte ich mir Gedanken machen? Ungeschlagen auf Platz 1 ist jedoch „der weise hei“ – ja ne, is klar…Annelie empfiehlt dazu www.duden.de oder wahlweise www.analphabet.de

PS: Tokio Hotel sind derzeit hier DIE Renner…so kommt im Radio ständig „Durch den Monsun“ – aber auf Englisch, also „Through the monsun“…ist man denn vor denen nirgends sicher??!!

PPS: Der Link der Woche: http://www.youtube.com/watch?v=Q5im0Ssyyus Vorsicht bevor ihr das Video anschaut - es könnte zu enormem IQ-Verlust führen. Annelie übernimmt keine Haftung für anschließende Verblödung.

Cchhaarrlliiee…wanna come to Candymountain…Cchhaarrlliiee…???

Blau-Weiß-Rot

Oktober 3, 2007 by anneliehanf

…ist heut der Sonnenuntergang in Bergen - wie die norwegische Flagge :) Das Wetter zieht nochmal alle Register und beschert uns einen schönen Tag nach dem anderen. Sonne, blauer Himmel und Herbstfarben. So lieb ich Norwegen – aber auch im Regen is es schön ;)

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Susi und ich haben also den letzten Freitag genutzt, um mal bißchen raus zu kommen, in die Natur. Also sind wir ins Fanamuseum gefahren, ein Freilichtmuseum etwas außerhalb von Bergen. Da die Saison ja vorbei ist, kostet es auch keinen Eintritt mehr. Und wenn man sich die Mühe macht, bis nach oben auf den Berg zu laufen, wird man mit einer fantastischen Aussicht belohnt. Also haben wir das mal gemacht. Mit der Sonnenbrille bewaffnet ging’s los. Oben angekommen war es dann wirklich atemberaubend.

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So richtig losreißen konnten wir uns nicht, in der Sonne war es sogar richtig schön warm und es gab einfach zu viel zu gucken. Aber irgendwann muss man ja mal wieder heim.

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Danach sind wir noch bisschen shoppen gegangen – ich bin auf der Suche nach ordentlichen Winterschuhen. Da mein Lofoten-Trip quasi in trockenen Tüchern ist und wir Anfang November dort mit großer Sicherheit Schnee haben werden, brauch ich ordentliches Schuhwerk. Vom 05.11. – 11.11. fahr ich also mit Julia und Steffi hoch über den Polarkreis – erst auf die Lofoten und zum Abschluss noch nach Tromsø. Danach bin ich sicherlich pleite bis auf die letzte Øre. Schon der Kostenvoranschlag, den wir gestern gemacht haben, lässt mir die Tränen in die Augen steigen. Aber so jung kommen wir nich mehr zusammen, sagt man ja so schön und wer weiß wann ich mir sonst meinen Traum, Wale zu sehen, noch erfüllen kann. Also, Augen zu bzw. Geldbeutel auf und durch.

Letzten Donnerstag war ich auch auf meiner ersten Filmparty. Der norwegische Film „Varg Veum“, der in Bergen gedreht wurde, hatte Weltpremiere und meine Chefin und ich standen auf der Gästeliste ;) Also, erst Film gucken. Film war gut und ich war so stolz, dass ich wirklich viel verstanden hab. Nur bei den Witzen da konnt ich irgendwie nich so richtig mitlachen ;) Danach waren wir dann auf der obligatorischen Filmparty, wo dann auch die ganzen Schauspieler, Produzenten und diese ganzen hyper wichtigen und ober coolen und endschick angezogenen Leute rum laufen. Aber es war sehr nett, ich hab den ganzen abend nur norwegisch gesprochen, hab für selbiges ein dickes Lob einkassiert, es gab Häppchen und Gratis-Alkohol. Was will man mehr??

Heut hab ich es auch endlich geschafft mal mein Zimmer bzw. besser Saustall aufzuräumen. Wurd auch dringend Zeit… ;)

So und damit Herr S. nun auch mal zufrieden ist und sich nicht immer beschwert, dass ich immer zuviel schreibe soll’s das für heut gewesen sein. Is ja auch nich so viel passiert, so wirklich, eigentlich nich…

Ach ja, natürlich darf die obligatorische Suchmaschinenbegriffe-TOP5 nich fehlen und heut sind ein paar Knaller dabei, Leute Leute Leute. Seit froh, dass ich nur sehe WAS ihr da eingebt und nich WER…Also, Platz 5 wird heut belegt von „winke winke“ (Annelie empfehlt dazu www.teletubbies.de). Auf Platz 4 heute „Ich lieb dich doch, ey“ (Ey, Aldder, isch lieb disch auch). Platz 3 mit „Suchmaschinenbegriffe witzig“ (genau, deshalb mach ich das hier). Sehr knapp an Platz 1 vorbei, deshalb nur Platz 2 „Susi den Arsch hauen“ (Susi, sorry, aber ich musst wirklich sooo lachen, wenn ich wüsste wer’s war, ich würd ihn mal nach Fantoft einladen *lol*). Ja, aber an Platz 1 kommt nichts, aber auch rein gaaaar nichts ran. Der is Anwärter auf den Jahrhundert-Suchbegriff. Tatata….Trommelwirbel…Rumgewedel… gespannt in die Kamera guck…Bereit?? Wirklich? Ok…hier kommt er, der unschlagbare Platz 1 der Suchbegriffe mit denen Leser auf meinen Blog gelangen: „Hat Annelie den Arsch auf“ – Ey, wenn ich dich krieg, dann weiß ich aber ganz genau WER dann den Arsch offen hat und das bin definitiv nicht ich.

PS: Valeska wollt unbedingt mal wissen, wie eine norwegische Tastatur aussieht. Hier, so :) Halt statt Ä, Ö und Ü gibt’s Æ, Ø und Å und das Z uns Y sind umgedreht…und sonst sind so paar kleine Zeichen an der „falschen“ Stelle

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Und das ist eine norwegische Maus ;) *lol*

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PPS: Der Heimflug is gebucht. Am 14.11.07 um 12.15 Uhr werde ich wieder deutschen Boden betreten. Ich bitte um ein angemessenes Empfangskomitee mit rotem Teppich und Begrüßungssekt.